Oberbürgermeisterin Henriette Reker begrüßte rund 200 Bürgerinnen und Bürger

© Stadt Köln

Oberbürgermeisterin Henriette Reker war am gestrigen Mittwochabend, 28. Februar 2018, zu Gast in den AbenteuerHallenKALK im Stadtbezirk Köln-Kalk. Dorthin hatte sie für die zweite Runde der "Stadtgespräche" eingeladen. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen.

"Wie wollen wir in Köln 2030 leben?", lautetet das Thema des Abends.

Ich mache eine Runde durch alle Stadtbezirke und möchte heute Abend mit Ihnen ins Gespräch kommen und das Expertenwissen vor Ort abholen, denn niemand kennt Ihren Stadtbezirk so gut wie Sie,

sagte Reker zu Beginn der Veranstaltung.

Ich freue mich, hier in dieser besonderen Kulisse in den AbenteuerHallenKALK zu Gast zu sein. Ich kenne Kalk noch gut aus meiner Jugend. Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert,

so Reker. Vor allem die Wohnbebauung und die Köln Arkaden haben den mit 120.000 Einwohnern sehr großen Stadtbezirk maßgeblich verändert, betonte die Oberbürgermeisterin.

Unter den Kalker Bürgerinnen und Bürgern gab es anschließend an dem vorbereiteten Mitmachparcours viele lebhafte Diskussionen und kreative Auseinandersetzungen über ihren Bezirk. Im Mittelpunkt der zweiten Runde der Stadtgespräche steht die Stadtstrategie "Kölner Perspektiven 2030", die unter der Federführung des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik bearbeitet wird. Amtsleiterin Brigitte Scholz zeigte in einem Vortrag die zahlreichen thematischen Facetten auf, mit denen sich die Stadtentwicklung derzeit beschäftigt.

Köln wächst. Das Wachstum der Stadt ist ein Querschnittsthema, das alle Bereiche unserer Stadt betrifft: Wohnen, Mobilität und Arbeit,

zählte Scholz auf.

Dafür haben wir eine Strategie entwickelt,

so die Amtsleiterin.

Die "Stadtgespräche" sind eine Informations- und Mitmachveranstaltung, um in einem ersten Schritt ein Stimmungsbild aus den Bezirken zu gewinnen. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten in Kalk die Gelegenheit, um mit der Oberbürgermeisterin persönlich zu sprechen.

Anschließend waren die Bürgerinnen und Bürger an den Stationen des Parcours an der Reihe. Dort konnten sie zu unterschiedlichen Fragestellungen aktiv mitarbeiten und ihre Erfahrungen und Ideen zu ihrem Bezirk einbringen. Schriftlich und mündlich. Aber auch spielerisch, zum Beispiel durch "3 Bälle für meinen Bezirk", bei dem unter anderem rote Bälle in Eimer geworfen werden konnten – jeder Eimer zeigte ein Zukunftsthema, das gewichtet werden konnte. Oder bei der Station "Mein Köln", wo sie auf eine große Karte schreiben konnten, was sie mit Kalk besonders verbinden, um sich anschließend mit der Karte fotografieren zu lassen. Bei der "Kreativstation" wurden mit Kleber, Papier, Textmarkern und anderen Materialien viele Ideen für die Zukunft Kölns und des Bezirks Kalk entwickelt. Außerdem konnten auf einer großen Karte von Kalk mit roten Punkten die jeweiligen Lieblingsplätze markiert werden.

Am Ende des Abends folgte eine erste Auswertung. Bei "3 Bälle für meinen Bezirk" waren in den Eimer "Wohnen" die meisten Bälle geworfen worden. Dann folgten "Bildung/Arbeit/Sicherheit" und "Mobilität". Im Bezirk Lindenthal, in dem die letzte Veranstaltung Ende Januar 2018 stattgefunden hatte, stand ebenfalls das "Wohnen" an oberster Stelle, gefolgt von "Mobilität" und "Zusammenhalt" und "Bildung/Arbeit". Auf der Stadt-Karte von Kalk waren als Lieblingsorte die "Hallen Kalk bis zur Pflanzstelle", der "Alte Kalker Friedhof" und der "Kalkberg als Landschaftsmarke" markiert worden. Das Restaurant "Blauer König" wurde ebenfalls genannt.

Ich finde es sehr bemerkenswert, dass auch ein Restaurant, das als Begegnungsstätte dient, als Lieblingsort genannt wird,

betonte Reker. Dass das Thema "Wohnen" als Zukunftsthema ganz oben bei den Kalkern auf der Liste steht, sei nicht überraschend.

Ich freue mich, dass das Thema "Bildung" den Kalkern ebenfalls sehr wichtig ist. Weitere Schulen sind geplant, wir arbeiten daran, den Bedarf zu decken,

kommentierte die Oberbürgermeisterin die Ergebnisse.

Bei der Kreativwerkstatt hatten sich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit oftmals sehr fantasievollen Arbeiten unter anderem "mehr Grün", mehr Raum für Kinder und Jugendliche oder einen "Skater-Park", gewünscht. In einer abschließenden Fragerunde ging es unter anderem um die Themen Schulbau, Bildung, Skater-Rampen, Kalkberg, barrierefreie Wohnungen und Mitbestimmung.

Danke für Ihre konstruktive Mitarbeit. Ich fand die Mischung zwischen den Themen "Grün", "Sport" und "Bildung" sehr interessant. Wir arbeiten an vielen Dingen. Ich werde mich auch um diese Anliegen kümmern,

verabschiedete sich die Oberbürgermeisterin.

Bei den Kölner Perspektiven 2030 soll eine über alle Politikfelder abgestimmte Stadtstrategie entstehen. Die Aufgabe der in den kommenden zwei Jahren (2018 bis Ende 2019) entstehenden, themenübergreifenden Strategie ist es, die einzelnen Verwaltungsfachbereiche mit ihren Teilstrategien zu vereinen und somit eine sichere Zukunftsperspektive für die Stadtgesellschaft und Politik sowie für die Verwaltung zu schaffen. Diesen Prozess hat der Rat am 11. Juli 2017 beschlossen. Er wird durch umfassende Beteiligungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten begleitet. Daran beteiligt sind Politik, Verwaltung, Expertinnen und Experten und insbesondere alle Kölner Bürgerinnen und Bürger, die sich einbringen möchten.

Sämtliche Beiträge der Bürgerinnen und Bürger aus den Bezirken werden gesichtet und sorgfältig ausgewertet. Und sie werden am Ende der Öffentlichkeit, wie auch thematischen Teams (Urbanes, Vernetztes, Offenes und Produktives Köln), vorgestellt und zugänglich gemacht. Auf diese Weise fließen sie in den weiteren Prozess zur Erarbeitung des strategischen Stadtentwicklungskonzeptes "Kölner Perspektiven 2030" ein.

Das nächste Stadtgespräch findet am Mittwoch, 18. April 2018, 18.30 Uhr, im Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg (Aula), Brüggener Straße 1, in Köln-Rodenkirchen statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

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Stadtgespräche: Kölner Perspektiven 2030 Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit